Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

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tramkermit
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Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von tramkermit » 18.04.2021, 13:38

Hallo, bin der Mark aus Berlin.

Habe schon einige Tage im Netz gesucht. Vor Jahren mal eine CNC Fräse gekauft, um Fahrzeugmodelle für meine Gartenbahn zu bauen. Da ist nun auch schon mein Hobby und um was es geht verraten 🤭
Allerdings bin ich zeitlich nie zum fräsen gekommen 😏, da es inzwischen meine "Wunschmodelle" zu kaufen gibt.

Die Fahrzeuge werden im Keller in einem 11-gleisigen Schattenbahnhof abgestellt. Allerdings geht durch die Weichen viel Platz verloren.

Da kann die Idee einer Schiebebühne. Also ein Tisch auf dem ca. 10 Gleise liegen, und dieser dann an das Ausfahrtgleis geschoben wird. Also nur um eine Achse. Ich hoffe hier niemand zu "beleidigen" mit so einer Popel Aufgabe .

Da es aber schon gewaltige Ausmaße sind, wollte ich vorher mal paar Tipps und Ratschläge erfahren. So ein teil ist ja nicht mal schnell Probehalber aufgebaut und kann bei nicht klappen in die Ecke.

Durch den Wegfall der Weiche wird nicht unerheblicher Abstellplatz gewonnen, der auch im Keller nur bedingt zur Verfügung steht, womit sich der Aufwand schon lohnt. Zudem Weichen auch immer ein gewißes Entgleisungsrisiko bedeuten.

Leider bin ich kein Cad/Cam Zeichner, und meine Handzeichnungen, naja.

Die Verschiebefläche wäre 3,30m breit und 1,50m tief.
Mein Plan: je an den Seiten eine Führungsschiene und 2 in der Mitte, also Abstand dann 1,10m. Wobei die Äußeren sicher auch mehr in die Mitte (20 cm?) könnten und dadurch der Abstand der Führen sich verringert.

Das Gesamtgewicht der Unterkonstruktion und mit Fahrzeugen wäre dann so um die 75 kg.

Ich wollte dafür Bodenschienen für Schiebetüren nehmen, Die Unterkonstruktion der Schienen kann sehr stabil und Durchbiegungssicher erfolgen.
Der Laufschlitten (kugelgelagerte Doppelrolle) soll mit 35 Kg belastbar sein, also bei 4 schienen und je Schiene 3 Wagen müßte das auch ausreichen.

Würde da eine Umlaufspindel reichen, oder lieber 2 damit nichts verkanntet?
Bzw Welcher Antrieb wäre da sinvoll?

Schon mal Danke im Voraus , hoffe hier richtig gelandet zu sein ;-/

PS, ich versuche später noch Bilder ranzuhängen.

LG Mark

tramkermit
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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von tramkermit » 19.04.2021, 11:19

Hier nun die Bilder 🤭
Hier aktueller Zustand
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Das sind die ca Maße vom „ Wunsch“

KarlG
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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von KarlG » 19.04.2021, 13:14

Moin,

mir ist nicht ganz klar, welcher Teil nun in welcher Orientierung bewegt werden soll, aber selbst bei den 1,5m und guter Lagerung würde ich eine (mittige) Spindel als problematisch ansehen und mit zweien planen.

Wenn die Abstützungs- (Einspann-) Punkte bekannt sind, könnte man da gerne nochmal drüber diskutieren.

Gruss
Karl

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stormer
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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von stormer » 19.04.2021, 13:53

Hallo tramkermit,

das ist ja mal ein anständiger Maßstab für eine Eisenbahn.
Nur zur Klärung, weil dein Post nicht ganz eindeutig formuliert ist:
Willst du wirklich a) jedesmal den gesamten Tisch mit allen parkenden Zügen drauf verschieben oder nur b) den vorderen Bereich als seitlich verfahrbares Verschiebegleis haben, qausi als lineare Variante eines Drehgleises?

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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von tramkermit » 20.04.2021, 10:39

Hallo

Die geforderten Punkte können gern nach euren Tipps angelegt werden. Darum bin ich ja hier

Evtl an den gelben Punkten ?
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Ja, die gesamte Platte soll verschoben werden. Nur für 3 Gleise lohnt der Aufwand nicht. Ist halt nur ein Bild um sich in etwa ein Bild machen zu können. Platz vorn und hinten ist vorhanden.

LG.

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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von stormer » 22.04.2021, 15:37

- Wieviel Platz ist denn nach hinten noch vorhanden, gemessen in Zuglängen?

- Und ebenfalls nur um sicher zu gehen: Mit hinten meinen wir die Richtung, in der die Züge einfahren?

- Auf dem Photo sind schonmal 4 Gleise zu sehen, auf deiner Skizze hast du 10 nummeriert - wieso sprichst du nun von nur 3?

- Und dann noch eine nicht unwichtige Frage für die Ausführung/Materialwahl: Wie siehts denn mit Feuchtigkeit in dem Raum aus?

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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von tramkermit » 22.04.2021, 22:42

Vorne , Hinten, Rechts, Links, so wie der Blick auf das Bild. Gleis 1 also auch vorne Gleis 10 hinten.
War auch mehr als Hinweis gedacht, da mir bewußt ist, das in Richtung Blickpunkt auch mindesten die 1,50m Platz sein müßen. Das also um Gleis 10 an die Ausfahrt zu "drehen" das ganze 1,50 noch vorn wandert.
Zuglänge/ Abstellänge ca 3,30, das ist begrenzt durch die Seitenwände im Keller.

Dort sind ganzjährig ca. 15 Grad 30-34% relative Luftfeuchte.
Der Tisch soll ein Holzrahmen mit Metallwinkel zur Verstärkung oder Aluprofil mit Nut, bekommen, darauf werden 4mm Siebdruckplatten verschraubt.

Ich hab von Anfang an von 11 bzw 10 Gleisen gesprochen, auf dem Bild sind nicht alle drauf, ging nur um "das sich vorstellen zu können", dabei wurde ich gefragt ob ich nur den vorderen Teil verschieben möchte, darauf hin sagte ich, das es sich für 3 Gleise nicht lohnen würde.

Leider habe ich kein Bild wo alle Gleise drauf sind, welches sich auch schlecht machen liese. Die Anzahl der Gleise ist ja auch nicht so wichtig, es bleibt halt bei den Maßen von 3.30 Breite und 1.50 m Tiefe. Je nach Gewindespindellänge ist noch Variation +/- 1-2 Gleise .
In dem hellen Viereck ist das Kellerfenster wo 1 Zufahrtsgleis ist, an dem dann die anderen verschoben werden sollen.

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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von stormer » 23.04.2021, 19:57

OK, so langsam wirds klarer,

mein Bauvorschlag wäre:

- Unterbau aus Systemalubalken, z.B. 60er-leicht, befestigt an den Wänden am besten so, dass je ein Balken über die ganze Länge direkt an die 3 Wände geschraubt ist. Sofern du das Gestell im Raum montieren musst, am besten mittels Horizontlaser ausrichten.

- Platte darüber aus Systemalubalken, z.B. 40er-leicht oder 40x80er-leicht (flach orientiert geht ok), von oben beplankt mit deinem Vorschlag aus 4mm Siebdruckplatten, drauf dann die Gleise.

- Dazwischen Lager und Antrieb. Zu deinem Vorschlag an Türschienen kann ich nix sagen, da unbekannt. Wenn die Schienen gut genug sind, kannst du beim Antrieb entweder 2 Spindeln nehmen oder rechts und links je einen Zahnriemen. Erstere verbunden über einen Zahnriemen mit dem mittigen Antrien, letztere verbunden über je eine Hohlwelle vorne und hinten und die vordere davon wiederum über einen Zahnriemen in der Mitte (weil links und rechts ja kein Platz mehr ist) angetrieben. Hier würde ein Stepper (z.B. 34er) reichen, Servo wäre overkill und Stepper mit geschl. Regelkreis ist auch nicht nötig, da jede Gleisposition am besten per Näherungsschalter angefahren wird.
Wichtig bei der Lagerung ist noch, die Schienen lang genug zu planen, dass das Kippmoment bei voll nach vorne gefahrenem Tisch nicht zum Problem wird. Diese Stellung ist dann auch der worst-case für die Durchbiegung der Tischplattenkonstruktion.

- Bei der Steuerung sollte ein Arduiono reichen, aber da kennen sich andere besser aus. Wenn es für dich reicht, das Ding selbst zu steuern, dann bräuchtest du nur 3 Knöppe: nach vorne, nach hinten, Stop für den Notfall. Nach oben hin ist natürlich alles möglich z.b. mit automatischer Parkfunktion einzelner Züge, sofern dein restliches System computerisiert ist.

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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von tramkermit » 24.04.2021, 19:08

Oki.
Dann beginnt nun die konkretere Planung.

Welches System wäre „besser“ ?

Runde oder eckige Laufbahn ?
LG
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Re: Neuvorstellung und Fragen zum Verfahrtisch/ Schiebebühne

Beitrag von stormer » 24.04.2021, 21:48

- Bei etwa gleicher Baugröße und ideal steifem Unterbau halten die Wellenführungen (die runden) weniger Last aus bzw. sind weniger präzise bei gleicher Last. Es gibt ihre Schlitten mit Kugelumlauf und als Gleitlager. Die Wellen selbst gibt es ebenfalls in unterschiedlichen Materialien. Vorteil ist vor allem, dass es Ausführungen gibt, die a) eine schmutzigere und b) eine feuchtere Umgebung aushalten. Außerdem sind Wellenführungen kostengünstiger, aber das nur unterproportional bzgl. der erzielbaren Leistung.

- Die meisten hier nehmen zur Erzielung hoher Genauigkeit bei Fräsen natürlich Profilschienenführungen (die eckigen) mit Kugelumläufen in den Wagen. Das System muss aber immer geschmiert sein und die Schienen gibts meines Wissens nicht in rostfreier Ausführung.

Für deine Anwendung würde ich klar zu den Wellenführungen tendieren und zwar wegen des geringeren Wartungsaufwandes und der Umbegung in der Ausführung mit trockenen Gleitlagern. Daten zum Durchrechnen gibts z.B. bei igus.de.

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