Lochraster oder T-Nuten für die Aufspannplatte?

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techam
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Lochraster oder T-Nuten für die Aufspannplatte?

Beitrag von techam » 12.08.2019, 20:25

Guten Abend,

ich bin Christian und aktuell im Aufbau meiner Sorotec Aluline 1105.

Nun habe ich die Maschine mit einer 15mm starken Aluminumplatte als Aufspannplatte ausgestattet und frage mich, welches Befestigungsmuster am sinnvollsten ist.

Ich könnte sicherlich die Maschine selbst T-Nuten fräsen lassen, dabei wäre man dann aber wohl auf 6mm T-Nuten beschränkt man nimmt natürlich eine gewaltige Menge an Material weg.

Auch ist Aluminium 5083 nicht sonderlich hart, sodass die Innenseiten der Nuten nach einiger Zeit sicherlich unschön und hakelig sein werden.

Daher tendiere ich eher zu einem Gewinderaster.

Aber welche Lochabstände und Gewindegrößen machen da sinn?

Ich hatte jetzt an ein 100x100mm Raster aus M8 Gewinden mit Helicoil-Einsätzen und Kegelsenkung gedacht.
Diese könnte man dann bei Nichtnutzung durch M8-Senkopfschrauben DIN 7991 verschließen, sodass keine Späne in die Bohrungen fallen.

Hier mal ein CAD-Modell:
Lochrasterplatte v4.png
Wie sind eure Erfahrungen so?
Was habt ihr für Gewinderaster an euren Maschienen und wie zufrieden seid ihr damit?

MfG Christian

holger
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Re: Lochraster oder T-Nuten für die Aufspannplatte?

Beitrag von holger » 14.08.2019, 07:43

Dass diese Fräse sich eine T-Nuten-Platte selbst fräsen kann, halte ich für ein Gerücht. Dazu bräuchte man schon eher eine schön langsam mit Drehmoment laufende Spindel und viel (Flut-)Kühlung.

Ich habe ein Gewinderaster 50x50mm M8 und empfinde das manchmal schon als zu grob, d.h. 100x100mm wäre dann viel zu grob. Ansonsten komme ich mit dem System "Gewinderaster" aber gut zurecht.

techam
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Re: Lochraster oder T-Nuten für die Aufspannplatte?

Beitrag von techam » 14.08.2019, 08:59

Danke für deine Rückmeldung.

Von T-Nuten bin ich bei Aluminium ohnehin nicht so überzeugt, zumal die 6mm Nuten doch sehr winzig sind.
Gewinderaster erscheint mir da sinnvoller.

Ich habe mich nun entschieden erstmal eine MDF-Opferplatte auf den Tisch zu kleben und diese mit dem M8x100 Raster zu versehen. Daran kann ich dann erstmal testen wie mir das gefällt. Sollte das zu grob sein, kann ich dann die eigentliche Aufspannplatte mit einem M8x50 Raster versehen.

Was ist von 10H7 Passungsbohrungen für Anschlagpins zu halten?
Um diese in die gleichen Punkte zu Legen wie die Gewinde ist die Platte wohl zu dünn, daher überlege ich eine solche Passung immer in die Mitte der Rasterquadrate zu legen.

Bei M8x100 wäre das glaube ich noch vertrettbar, bei M8x50 besteht die Platte dann aber glaube ich nurnoch aus Löchern. :?

MfG Christian

Tilman
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Re: Lochraster oder T-Nuten für die Aufspannplatte?

Beitrag von Tilman » 14.08.2019, 09:17

Ich halte ein 50mm Raster auch für die maximale Weite. Mit 100mm kannst Du nichts anfangen, weil sich die meisten Backen gar nicht so weit verstellen lassen.

In der MDF-Platte würden bestenfalls Einschlagmuttern halten. Ein Gewindeeinsatz wird sich beim ersten Anziehen eines Spannpratzen einfach nach oben herausziehen, sofern Deine Platte nicht wenigstens 30mm stark ist und Du zweistufig von unten gebohrt hast. Wenn Du es unbedingt mit einer MDF-Platte ausprobieren willst, dann nimm Einschlagmuttern.

Und wozu M8-Gewinde? Sofern Du nicht gerade ein Monster zur Stahlbearbeitung hast, ist selbst M6 fast schon oversized. In einer labberigen MDF-Platte ist das erst recht sinnfrei.

Viele Grüße
Tilman

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