leiser Motor für die Werkstatt?

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django013
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leiser Motor für die Werkstatt?

Beitrag von django013 » 05.08.2018, 16:12

Moin moin,

in der Hobbywerkstatt gibt es ja jede Menge Bedarf an Antriebsmotoren. Sei es ne Bandsäge, ein Bandschleifer, die Absaugeinrichtung, etc. pp.

Schafft man sich ein günstiges Hobbygerät an, erhält man meist ein kreischendes Teil, welches einem mit 90 oder mehr Dezibel den letzten Nerv raubt. Oft liest man, dass Spezialisten dann den Motor getauscht haben und fortan Ruhe haben.

Das Thema interessiert mich sehr, allerdings muss ich gestehen, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung habe.
Wenn ich mir meine Maschinen so anschaue, dann fällt der Doppelschleifer auf, der fast unhörbar ist, sobald er seine Solldrehzahl erreicht hat. Das andere Ende markiert die große Oberfräse mit 1,8kW, die im Leerlauf schon so kreischt, dass selbst der Kopfhörer nicht ausreicht :(

Gut, es gibt ne über 10fache Leistungsdifferenz (der Doppelschleifer hat 150W), aber ich denke, das kanns nicht alleine sein. Die Hilda-Schleife hat nur 96W und schlägt fast die große Oberfräse mit Kreischen. Es muss also Unterschiede in der Bauart geben, die sich auf die Lautstärke auswirken.
Die Oberfräse hatte ich mal auseinander genommen und dabei entdeckt, dass der Läufer mit Bohrungen gewuchtet ist. Unwucht kann also wohl kaum die alleinige Lärmquelle sein.

Wäre schön, wenn mich jemand aufklären könnte und mir ein paar Tips geben könnte, worauf ich beim Kauf eines Motors achten sollte. Ich habe leider nur einen Einphasen-Haushalt, muss also kleine Brötchen backen. Aber für leise Motoren würde ich auch etwas länger sparen ;)

Gruß Reinhard

sswjs
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Registriert: 23.09.2016, 16:52

Re: leiser Motor für die Werkstatt?

Beitrag von sswjs » 05.08.2018, 17:20

Moin,

und hallo Reinhard. Lärm, bzw. Schwingungen, sind immer eine Energieabgabe die der eigentlichen Funktion der Maschine entzogen wird.
Hinzu kommen noch Resonanzen von Maschinenbauteilen. Gerade diese Resonanzen machen den Lärm. Das ist schon nachgewiesen, denn verändern man die Resonanzfrequenz der Teile, z.B. durch Aufkleben von Schaumstoff oder konstruktives verändern der Teile, sinkt die Lärmabgabe dramatisch.

Bestes Beispiel ist ein Auto, da gibt es sogar Klangdesigner, die den Klang im Innenraum "herstellen". Das zweite Beispiel ist der Staubsauger. Der ist nur so laut, weil leise Staubsauger den Eindruck erzeugen, keine Saugleistung zu haben.

Allerdings hab ich den Verdacht, daß dieses Prinzip auch bei billigen Maschinen angewand wird, um von der doch manchmal unzureichenden Leistung abzulenken.


Aber im Prinzip gilt: wenn du eine Maschine leiser machen willst, kill die Resonanzen. Außer beim Wirbelrohr, das verliert dann seine Funktion. Aber das ist eine andere unerfoschte Geschichte...


sswjs, aka Jens
Maschinen: High-Z 1000 mit Kress FME-1050/1, Stepcraft 1/600 umgebaut mit Kress FME-1050

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