Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

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Dannytat2
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Dannytat2 » 01.12.2017, 10:19

Ja kenne ich aber das sollte auf jedenfall reichen für das was ich vorhabe kann ja eine spätere Aufrüstung in meine Planung mit einfliessen lassen.
das grösste Teil was ich fräsen wollen würde wäre maximal ein Achsschenkel fürs auto un da brauche ich keine 300mm also alles gut.
Hauptsächlich soll die Fräse maschinenteile Fräsen.
Das sind in der regel teile bis 100mm im Quadrat.

Mich hat nur mein Hunger nach mehr und mein inneres Auge(extrem ungenau) etwas getäuscht :am

200mm langt vollkommen

django013
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von django013 » 01.12.2017, 12:25

das grösste Teil was ich fräsen wollen würde wäre maximal ein Achsschenkel fürs auto
Bist Du lebensmüde?
Also die heutigen Autos sind so hochgezüchtet und durchoptimiert, da sollte man keine Ersatzteile selber machen wollen. Es sei denn, es wäre das Auto Deines Todfeindes ;)
Hauptsächlich soll die Fräse maschinenteile Fräsen.
Das sind in der regel teile bis 100mm im Quadrat.
Also ich les da schon die 4. und 5. Achse zwischen den Zeilen :lol:
Vielleicht doch nochmal drüber nachdenken?
Mich hat nur mein Hunger nach mehr ... etwas getäuscht
Hunger ist immer gut. Wenn Du weist, welche Konsequenzen Dein Hunger hat, dann wird der auch in die richtigen Bahnen gelenkt.
wollte von der Basis her 100x100 und 10mm wandstärke gehen
Naja, das sieht mir doch sehr nach den Profilen von Alex aus.
Es wäre falsch, etwas nachzumachen, was bei ihm funktioniert, ohne zu wissen, warum es bei ihm funktioniert.
Deshalb wiederhole ich mich nochmal:
Schau Dir die Kräfte an Deiner Fräse an, leg Dir ein Spreadsheet für Biegerechnungen an und spiele unterschiedliche Profile durch. Ein Gefühl für die Kräfte und dem, was so ein Profil abkann (oder eben nicht), bekommt man nicht von heute auf morgen. Dafür musst Du Dich mit der Materie beschäftigen (wollen!).

Gruß Reinhard

Lars
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Lars » 01.12.2017, 12:31

django013 hat geschrieben:
01.12.2017, 12:25
Also die heutigen Autos sind so hochgezüchtet und durchoptimiert
Durchoptimiert: ja, der letzte Cent und das letzte Gramm sind schon rausgequetscht. Deswegen kann ein Achsschenkel, der aus dem Vollen gefräst wurde, eigentlich nur besser sein :-)

Dannytat2
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Dannytat2 » 01.12.2017, 12:42

ja die Fräse hat mich inspiriert und habe auch mal auch schon die Daten verschiedener Materialien angeschaut und das hat mir am besten gefallen.
Ich bin gerade eh erstmal in der Planungsphase und das werde ich wahrscheinlich auch bis Februar sein.
Bis dahin hab ich ja etwas zeit mich mit den Materialien auseinanderzusetzen.
Und irgendwomit muss ich ja auch anfangen sonst komme ich ja nie zu was und orientierungspunkte sind ja auch nicht verkehrt.
Achsschenkel waren auch nur ein Beispiel werde mir natürlich keinen Achschenkel bauen;) dass lasse ich machen, ich designe es nur.

django013
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von django013 » 01.12.2017, 13:15

Lars hat geschrieben:Deswegen kann ein Achsschenkel, der aus dem Vollen gefräst wurde, eigentlich nur besser sein
Bist Du da sicher?
Also ich weiß nicht, welche Bearbeitungsschritte konkret beim Achsschenkel anfallen, weiß nur, dass die Schmiedetechnik eine Stand erreicht hat, den man manuell nicht mehr hinbekommt. Durch das Schmieden wird die Struktur des Teiles verändert, sodass ganz andere Festigkeiten erreichbar sind. Nimmt man dann noch das Indutionshärten dazu, dann entsteht da ein Bauteil, welches man (als Laie) in der Festigkeit und Qualität nicht hinbekommt.
Aber vielleicht bin ich ja der einzige Laie hier :shock:
dass lasse ich machen, ich designe es nur.
Na das klingt doch gut. Dann kennst Du Dich also mit CAD und Co aus. Das ist schon mal enorm hilfreich :)

Gruß Reinhard

Dannytat2
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Dannytat2 » 01.12.2017, 13:28

Bist Du da sicher?
Also ich weiß nicht, welche Bearbeitungsschritte konkret beim Achsschenkel anfallen, weiß nur, dass die Schmiedetechnik eine Stand erreicht hat, den man manuell nicht mehr hinbekommt. Durch das Schmieden wird die Struktur des Teiles verändert, sodass ganz andere Festigkeiten erreichbar sind. Nimmt man dann noch das Indutionshärten dazu, dann entsteht da ein Bauteil, welches man (als Laie) in der Festigkeit und Qualität nicht hinbekommt.
Aber vielleicht bin ich ja der einzige Laie hier
Es ist so das es einen ganzen haufen Achsschenkel gibt die nur gefräst werden gerade für den Motorsport erlebe ich das recht häufig da lenkungsgeometrie nicht ganz optimal für den zweck ist.
arbeite montags in einer tuningwerkstatt mit japanischen Sportwagen bis 1200ps+ und da hast du recht oft mit sowas zu tun.

Cad kenne ich noch aus meiner zeit bei Grammer muss mich aber jetzt komplett neu reinleben mit Fusion 360 finde das ganz ansprechend.Aber4 es ist keine unbekannte :D

Den Rest werde ich mir jetzt aneignen, wo ein wille ist ist auch ein weg.

Lars
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Lars » 01.12.2017, 14:40

django013 hat geschrieben:
01.12.2017, 13:15
Bist Du da sicher?
Bei speziell einem Achsschenkel bin ich mir nicht 100% sicher, aber man kann ja die Querschnitte etwas überdimensionieren. Sehr sicher, dass ich es gefräst besser könnte, bin ich mir bei einem Spurlenker, der als simples U-Profil aus Stahlblech ausgeführt ist und bei einer ABS-Bremsung rückwärts reproduzierbar einknickt. Aber er ist so in Serie, weil halt in der Praxis einfach zu wenig Leute rückwärts hart bremsen.

Und in der Entwicklung gibt es viele Frästeile als Prototypen. Und vieles, was am Auto als super kompliziert dargestellt wird, ist in Wirklichkeit nur simple Bastelei.

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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von django013 » 02.12.2017, 06:13

Und vieles, was am Auto als super kompliziert dargestellt wird, ist in Wirklichkeit nur simple Bastelei.
Na, da bin ich völlig bei Dir! Das gilt nicht nur beim Auto so.
Allerdings den Achsschenkel halte ich (mit) für das lebenswichtigste mechanische Bauteil.
für den Motorsport erlebe ich das recht häufig da lenkungsgeometrie nicht ganz optimal für den zweck ist.
Na, das ist ja auch ne völlig andere Kiste. Bei Rennfahrern gehört die Lebensgefahr kwasi zum Hobby.
Ein Bekannter fährt Rally und er kann nach einem Rennen sein Auto quais weg schmeißen, bzw. wieder neu aufbauen. Selbst die angeblich so stabilen Überrollkäfige sind nach einem Rennen Schrott. Die Belastungen im Rally sind so hoch, dass kein Auto dafür konstruiert wurde. Also muss überdimensioniert werden.

Naja - ich will es nicht weiter vertiefen. Man kann mit einer Hobby-Fräse sicherlich viel fertigen - einen Achsschenkel für ein Auto, das ich im Alltag fahre, würde ich mir dann doch lieber in der Werkstatt austauschen lassen.

Vermutlich gibt es keinen typischen Achsschenkel. Dieses Exemplar schreit ja förmlich nach einer 4. Achse.
Jede Bohrung sitzt in einer eigenen Ebene und dann noch die gedrehte Achse ...
Die Bohrungen dürften Passungen sein, also Passungen in Vergütungsstahl, da sollte die Fräse schon sehr solide gebaut sein. Ich würde behaupten, wenn Deine Maschine solche Teile fertigen soll, dann bist Du definitiv aus dem Hobbybereich raus.
Cad kenne ich noch aus meiner zeit bei Grammer muss mich aber jetzt komplett neu reinleben mit Fusion 360 finde das ganz ansprechend.Aber4 es ist keine unbekannte
Vorsicht bei Fusion360 - das solltest Du vorher mit den Rennställen/-besitzern abklären. Für alles was Du mit Fusion360 bearbeitest erteilst Du autocad ein uneingeschränktes Nutzungsrecht. Für mich ein absolutes NO-GO!

Gruß Reinhard

Marc P.
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von Marc P. » 02.12.2017, 12:05

django013 hat geschrieben:
02.12.2017, 06:13

Man kann mit einer Hobby-Fräse sicherlich viel fertigen - einen Achsschenkel für ein Auto, das ich im Alltag fahre, würde ich mir dann doch lieber in der Werkstatt austauschen lassen.
Viel kritischer würde ich die fehlende Teilezulassung bei Eigenbau einstufen. Wenn ein Unfallermittler am Fahrzeug auf Eigenbauten von tragenden Teilen stößt, dann freut sich die Versicherung über das Argument nicht zahlen zu müssen.
Im Rennsport ist das was anderes aber im Strassenverkehr gefährdet man dann auch andere. Das würde ich als NoGo einstufen.

Geuß Marc
Karla #9 "Standard" mit TBI
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themrdomi
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Re: Vorstellung und Idee für meine erste eigene Fräse

Beitrag von themrdomi » 02.12.2017, 15:10

Marc P. hat geschrieben:
02.12.2017, 12:05
django013 hat geschrieben:
02.12.2017, 06:13

Man kann mit einer Hobby-Fräse sicherlich viel fertigen - einen Achsschenkel für ein Auto, das ich im Alltag fahre, würde ich mir dann doch lieber in der Werkstatt austauschen lassen.
Viel kritischer würde ich die fehlende Teilezulassung bei Eigenbau einstufen. Wenn ein Unfallermittler am Fahrzeug auf Eigenbauten von tragenden Teilen stößt, dann freut sich die Versicherung über das Argument nicht zahlen zu müssen.
Im Rennsport ist das was anderes aber im Strassenverkehr gefährdet man dann auch andere. Das würde ich als NoGo einstufen.

Geuß Marc
Das sehe ich auch so.
Ich denke jedoch, dass das Problem mehr im Werkstoff liegen würde und an der richtigen Konstukrion als an dem Fräsergebnis. :)

Gruß,

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