Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Werkstoffe, Werkzeuge, Bohr- & Fräsparameter

Nubivec
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Nubivec » 11.01.2016, 16:16

Macht es Sinn dass die Google-Tabelle jeder ändern kann?

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Wuiz
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Wuiz » 15.01.2016, 17:51

Hallo Karl, hallo Nubivec,

schön, dass es hierfür schon einen Beitrag gibt, danke auch fürs Verlinken der google-Tabelle (und der anderen Sache).

@ Nubivec: Die Google-Tabelle war/ist als Nachschlage- und Mitmachwerk für alle (CNC-)Fräsen-Besitzer gedacht. Mir hat bisher sowas gefehlt, vor allem hat es mich genervt dass man zu jedem Vorhaben erst die Suchmaschine bemühen musste, um sich aus verschiedenen Meinungen seine eigene zu bilden.
Ich hoffe natürlich auf gesunden Menschenverstand, und dass jeder ehrlich mit der Tabelle umgeht und keinen Unfug anstellt. Andererseits hat so jeder die Möglichkeit, zentral auf verschiedene Erfahrungen zurückzugreifen. Falls es sinnvoll erscheint, könnte ich natürlich auch die Tabelle halboffen machen, sodass nur User mit Einladung bearbeiten können.

Viele der Werte basieren sicher auf Erfahrungen, eigenen Tests und können dadurch von Maschine zu Maschine ganz unterschiedlich sein, teilweise bestimmt auch nicht ausgereizt (da war man schon zufrieden wenn der Fräser nicht abgebrochen ist).
Ich habe gestern auf meiner Maschine etwa 2 Stunden mit Tests in AlMg3 verbracht und mein vorläufiges Ergebnis eingetragen. Das wird ggf. noch korrigiert, da ich demnächst ne größere Menge davon bearbeiten soll.

Viele Grüße,
Stephan

RedFace
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von RedFace » 23.01.2016, 00:51

Ich kann aus der Praxis noch das Garant Zerspannungshanbuch empfehlen.
Dieses kann man kostenlos runterladen und hat für alle gängigen sachen wie Anbohren, Bohren und Fräsen sehr gute Analtspunkte in HSS und VHM
Gerade um mal ne grobe Richtung zu finden echt zu empfehlen.

https://www.hoffmann-group.com/DE/de/ho ... gshandbuch

Mfg Redface

Basica
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Beitrag von Basica » 23.01.2016, 12:02

Ich nehme ein handelsübliches Tabellenbuch (Metall) und übernehme die werte 1:1
Bisher passt das super. Nun, jetzt mache ich den ganzen Quatsch auch noch beruflich, daher schau ich wenig in irgendwelche Tabellen sondern nehme Erfahrungswerte die sich in der Praxis einfach bewehrt haben und natürlich auch bei uns im Hobbybereich benutzt werden können.
Es gibt ja eine ganz einfache Fastformel zum Berechnen der Drehzahlen
n= (Vc*1000) /(π*d)
n= Drehzahl
Vc= Schnittgeschwindigkeit
d= Werkzeugdurchmesser
Standartwerte Vc / Stahl 15-25 m/min, Kupfer Legierungen 40-50 m/min Aluminium 100-120 m/min
Forschubberechnung F=n*Fz (Fz ist der Vorschub pro Zahn) ich empfehle 0,02-0,2mm/Zahn je nach Material. Je härter unser Material wird desto kleiner sollte der Vorschub je Zahn werden.
Wobei man hier generell immer zwischen Schruppen und Schlichten unterscheiden muss.
Schruppen weniger Drehzahl, mehr Vorschub
Schlichten mehr Drehzahl, weniger Vorschub
Bei HM Werkzeugen kann ich die Vc leicht auf das Doppelte anheben.
Gruß Norman

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Wuiz
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Vorschubgeschwindigkeit in Z-Richtung

Beitrag von Wuiz » 02.08.2016, 15:50

Hi,
mal generell, welche Vorschubgeschwindigkeiten nehmt ihr für die Z-Richtung?

Wenn nach Schnittdaten gerechnet wird, werden dann die gleichen Werte auch für's Eintauchen genommen?

Bei einem 3-Schneider kommt dann für die Z-Richtung beispielsweise 1/3 der Vorschubgeschwindigkeit ggü horizontaler Richtung heraus. Also für Vf = 600mm/min schlägt mir Fusion360 in Z-Richtung 200 mm/min vor, wenn der Zahnvorschub (fz) gleich bleiben soll.

Passt das allgemein? Bisher habe ich immer gefühlsmäßig gearbeitet, manchmal war es aber eher falsch (zu heiß geworden, oder nur Staub produziert, zu langsam,...).

Gibt's sonst gar Unterschiede, ob ich mit einer Helix/Rampe eintauche oder senkrecht (mal immer Fräser mit Zentrumsschliff angenommen).

Grüße, Stephan

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Wandoo1980
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Wandoo1980 » 02.08.2016, 17:06

Über die Geschwindigkeit kann ich dir nicht viel sagen, aber ich tauche immer mit Rampe oder Helix ein. Grade runter mag keiner meiner Fräser besonders gern. Zumindest nicht auf der Lütten BF16, die dreht aber auch verhältnismäßig langsam. Max 3000U/min
Ich werde das bei meiner großen auch beibehalten, der Vorschub auf Z war bis jetzt immer was zwischen 30 und 100mm Richtung Minus, dabei habe ich den Fräsvorschub wie beim normalen fräsen gewählt.
Die Rampe lasse ich immer bei 2° Habe da einfach noch nichts anderes ausprobiert. Es geht bestimmt auch mehr.

Grüße, Sebastian
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Wuiz
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Wuiz » 04.08.2016, 15:48

Hi,
ich hatte im letzten Alu-Versuch (AW 5083) einen 3-Schneider (Holex) genommen und senkrecht eingetaucht mit etwa 100 mm/min. Er hat sich nach kurzer Zeit zugeschmiert, also hat was nicht gepasst. Da die Eintauchgeschwindigkeit rechnerisch deutlich unter den empfohlenen Werten lag, gehe ich davon aus, dass es einfach zu langsam war und die produzierten Staubspäne geschmolzen sind.
Der nächste Versuch soll also schneller erfolgen. Zusätzlich wäre natürlich interessant, ob es verbunden mit horizontalem Vorschub (also Helix oder Rampe) noch besser wird.
Ausprobieren...

Grüße, Stephan

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Wandoo1980
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Wandoo1980 » 04.08.2016, 16:03

Wie sagte der Kerl von NYC-CNC noch gleich "milling is 80% zigg-zagg" ;) Ich habe die Rampen für mich entdeckt und versuche überhaupt nicht mehr direkt runter zu fräsen. Das mache ich tatsächlich nur noch fürs bohren.
Allerdings habe ich nun noch nicht so viel Erfahrung wie die alten Hasen hier im Forum. Mit Rampe habe ich aber auf der BF16 und jetzt auch auf der Seute Deern gute Erfahrungen gemacht.
Aber auch ich habe das durch Experimente ermittelt. ;)

Grüße, Sebastian
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Wuiz
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Re: Sammlung zu Bohr- und Fräsparametern

Beitrag von Wuiz » 04.08.2016, 16:40

Das ist gut und wohl wahr :)
Glaube, selbst die großen Lohnfertiger fahren mit Rampe..
In meinen Versuchen mit AlMg3 hat es tatsächlich senkrecht am Ende besser geklappt.

Nun müsste man also noch den richtigen Winkel/Steigung ermitteln. 2% erscheint mir sehr wenig, aber ich teste das einfach mal alles durch, wenn Zeit ist.

Grüße. Stephan

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