Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Hier geht's um Karla!
Manu
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Beitrag von Manu » 06.08.2022, 17:51

Aufspannplatte für die Karla mit meinem alten Wabeco Bohrständer gebohrt. Ist ganz OK geworden ... Habe erst mit einem Forstner-Bohrer (22mm) die Senkungen rein gemacht und im Anschluss mit einem 6,5mm Bohrer die Löcher. Als Material hab ich eine OSB3-Platte (22mm Dick) zugeschnitten ausm Baumarkt verwendet. (Billig und leicht zu bearbeiten)
AufspannplatteBohren.jpg
Aufspannplatte bohren
Das ganze wird dann mit M6 Schrauben und großen Scheiben über die M6 Nutsteine in den Aluprofilen mit der Fräse verschraubt.
AufspannplatteBefestigt.jpg
Aufspannplatte befestigt auf Karla
Auf der Rückseite der Aufspannplatte sind 9 Einschlagmuttern gesetzt um eine Opferplatte aufzuschrauben. Ich habe aktuell eine 22mm OSB3-Platte als Opferplatte wo ich mit Holzschrauben direkt meine Werkstücke befestige. (Auf den Bildern aktuell nicht zu sehen)

Wer gerne die Datei für die Aufspannplatte haben möchte kann sie hier runter laden. (Fusion360 Datei)
Aufspannplatte_V01 v7.zip
Fusion360 Datei Aufspannplatte
(55.08 KiB) 237-mal heruntergeladen

Weiter geht es mit den Schleppketten. Verbaut hab ich zwei Stück: Ein mal 18x50 und ein mal 18x37 ... halb offen und die Stege lassen sich zur Seite klappen, das war bei der Verlegung der Kabel sehr praktisch.
Schleppketten.jpg
Schleppketten 18x50 und 18x37 Halb offen
Befestig hab ich die Ketten mit einfachen Alu Winkeln und Flachstücke. Zugentlastung der Kabel mit Kabelbinder ...
SchleppkettenMontiert.jpg
Schleppkette Montiert Portal Bewegung Y Achse
SchleppkettenMontiert2.jpg
Schleppkette Montiert Bewegung X-Z Achse
Beste Grüße
Manuel

Manu
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Erste Teil gefräst mit der Karla - Komisches Geräusch ?

Beitrag von Manu » 08.08.2022, 19:18

Konnte am Wochenende mein erstes Teil Fräsen...
IMG_20220807_142052.jpg
Erstes Frästeil :)
Hartholz 21mm
3mm Eintauchtiefe pro Fräsbahn
Fräser war ein 6mm 2 Schneider mit 25mm Länge für Holz (https://hc-maschinentechnik.de/VHM-Holz ... C-Z2-Blank)
Vorschub 1400mm/min bei 12000U/min

Schnittkanten schauen schön aus und das Holz ist auch an keiner Stelle verbrannt ... jedoch hatte ich während der Fräser im Material gefräst hat ein lautes kreischendes Geräusch (siehe Video unten) Ist das Normal mit so einem 43mm Fräsmotor oder hab ich was falsch gemacht :?:
Sind meine Fräsparameter komplett daneben ? ich hab versucht während des Fräsvorgang etwas den Vorschub zu variieren aber das hat keinen Unterschied gemacht am Geräusch. Als Steuerung benutze ich ja ESTLCAM und Christian schreibt in seiner Software als Hilfe "Anzeichen zu hoher Drehzahl Spindel: Lautes kreischendes Geräusch" ... Aber sollte ich wirklich noch weiter mit meiner Spindel Drehzahl runter gehen ? (Ich finde ich bin eh schon weit unten) Mit der Drehzahl bin ich aktuell auf diesem Wert da ich den Vorschub von 1400 mm/min ganz angenehm finde (nicht zu schnell nicht zu langsam) und um den "Zahnvorschub in mm / Zahn / Umdrehung" einzuhalten mit meinen Fräser kamen die 12000U/min raus ...
Mein Fräser hat sich nicht verfärbt und das holz hat keine Brandstellen. Ein Zahn ist auch nicht abgebrochen und scharf fühlen sich die Schneiden noch an. Nur das Geräusch macht mir etwas sorgen.

youtu.be/u1diHJuRTBs

Was ich vielleicht auch noch dazu sagen sollte der Suhner Motor macht schon ganz schöne Vibrationen (besonders auf höchster Drehzahl 24000U/min) hier sind deutlich Vibrationen zu spüren (wenn man die Hand auf das Portal legt) (Das ganze ohne das der Fräser im Material fährt ...) Ist der Fräsmotor vielleicht einfach nicht gut gewuchtet oder was der gleichen (das Ding war leider gebraucht von einem Schreiner gekauft. Vielleicht schlägt hier wer billig kauft kauft zwei mal zu :roll: ) Spürt ihr auch Vibrationen vom Fräsmotor wenn ihr die Hand aufs Portal z.B. auf den Stepper der X-Achse legt ?

Bin Dankbar um jedes Feedback.

Beste Grüße
Manuel

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von KarlG » 08.08.2022, 20:06

Moin,

der Fräser schwingt. Ich arbeite selbst wenig in Holz und da fehlen mir die Erfahrungswerte - das würde ich bei der Auskragung aber als ganz normal bezeichnen. So kurz wie möglich einspannen - da gibt es durchaus noch Reserven ;)
Wenn der Fräsmotor unrund läuft, würde es das Probem natürlich verstärken.

Gruss
Karl

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von Manu » 12.08.2022, 18:31

Hallo Karl,

Danke für dein Feedback ...
Guter Tipp, kürzer einspannen ... da gehen auf jeden fall noch ein paar Millimeter das hast du recht. (Je kürzer der Fräser desto weniger kann er schwingen)
Werde ich beim nächsten mal definitiv berücksichtigen. Das Übernächste Projekt braucht dann keinen so langen Fräser mehr, da ist das holz nur 10 mm dick da kann ich dann mal die China Fräser testen die sind nur um die 12mm lang also deutlich kürzer als der Holzfräser im Video ... mal schauen wie die dann klingen ^^

Beste Grüße
Manuel

Manu
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Beitrag von Manu » 14.08.2022, 13:53

Gestern konnte ich mein zweites Projekt fräsen ... naja sagen wir mal ich hätte es probiert, aber seht selbst.
IMG_20220814_133256.jpg
Und wenn ihr gerne den Crash dazu sehen wollt hier das Video ^^ ...

youtu.be/yItlSgDH0IQ

Achja und hier hab ich versucht den Fräser so kurz wie nur möglich einzuspannen. Die paar Millimeter haben jetzt keinen allzu großen unterschied gemacht. Bin dann mal auf die kürzeren Fräser gespannt ...

Beste Grüße
Manuel

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von Manu » 03.05.2023, 11:04

Moin,
hätte eine Frage ...
Was habe ich für Möglichkeiten ein Ausgefrästes Teil auf der Fräse zu befestigen ?
Ein Beispiel:
Eine Holzplatte 18mm Dick. Daraus möchte ich jetzt ein simples Dreieck fräsen.
In dem Moment wo der Fräser die letzte Schicht des 18mm dicken Materials abträgt wird das Dreieck lose und kann sich frei bewegen -> Der Fräser zieht das Dreieck an sich ran und zerstört es.
Um das zu vermeiden gibt es welche Möglichkeiten ?

1. Halte Stege an dem Dreieck zum Holzbrett anbringen (Geht gut, aber die Stege müssen später per Hand entfernt werden)

2. Zum fixieren des Dreiecks auf der Opferplatte Doppelseitiges Klebeband benutzten. (Hat bei mir überhaupt nicht funktioniert. Das Dreieck hat sich trozdem gelöst und mein Fräser war innerhalb von zwei Werkstücken total verklebt. Das Klebeband hat sich an den Fräser gezogen und hat die Schneiden total verklebt. War bescheiden das wieder sauber zu machen) [Sieh Bild unten]

3. Eine Arbeitsplatte mit Ansaugung (Vakuumtisch) So was hab ich leider noch nicht und wir auch in naher Zukunft nicht kommen denke ich.

4. Wisst ihr noch weiter Möglichkeiten ? :?:
FräserDoppelseitigesKlebeband.jpg
Verklebter Fräser 6mm Z2 Doppelseitiges Klebeband
Beste Grüße
Manuel

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von KarlG » 03.05.2023, 11:26

Moin,

doppelseitiges Klebeband geht eigentlich gut, aber auf MDF und generell mit Holzwerkstoffen haftet das sehr schlecht.
Wenn das Teil irgendwelche Löcher/Aussparungen hat, könnte man da durchschrauben zum fixieren, ansonsten fällt mir ausser Vakuum und Stegen nix ein.

Gruss
Karl

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Beitrag von Manu » 07.05.2023, 12:33


youtu.be/NuGfBRiKp1I

Danke für dein Feedback Karl. Ich hab jetzt wieder Stege an den Dreiecken angebracht.

Das weiche Fichten holz hat ganz schön fänden gezogen. Vermutlich hätte ich da einen DownCut Fräser benötigt.
Ließ sich aber super schnell abschleifen und hat schlussendlich doch ein gutes Endergebnis gebracht.

Beste Grüße
Manuel

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von Manu » 27.12.2023, 10:03

ich hätte letzte Woche probiert meine Linearwägen und Spindeln zu schmieren.
Hab bei der "Baywa" eigentlich eine Ordentliche Fettpresse gekauft zusammen mit einer neuen Kupplung (eine G-Kupplung sollte angeblich bei der Karla gut funktionieren dachte ich hätte ich mal hier wo im Forum gelesen)
https://www.baywa.de/de/werkstatt/handw ... 001646400/
Beim ausprobieren hat sich einfach nur alles auf der Seite zwischen Schmiernippel und Kupplung raus gedrückt. In den Wagen ist glaub ich nichts rein ... :roll:
Der Platz bei den Schmierstellen ist auch ziemlich eng mit dieser Kupplung. Ich krieg zwar das Ding auf den Nippel drauf aber ich glaub der zieht sich nicht richtig fest da er vorher auf der Linearschiene oder wo anders angeht => und dann ist er natürlich nicht dicht und das Fett drückt sich nicht dort hin wo es soll ...
FettpresseGKupplung.jpg
Fettpresse mit neuer Kupplung
Mit welchem Aufsatz kommt ihr da an euere Schmiernippel ran bei der Karla ? Oder klappt so eine Kupplung bei euch und ich mach nur was Flasch ?

Beste Grüße
Manuel

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Re: Kaufberatung: Erste eigene Fräse

Beitrag von KarlG » 27.12.2023, 12:24

Moin,

die meisten "besseren" (also teureren) Kupplungen sind zu dick und dann wirkt natürlich durch die Verkantung ein Hebel drauf, was zu einer nicht mehr funktionierenden Abdichtung (Formschluss) führt. Da wurde schon eine Menge drüber geschrieben. Ich habe eine ganz einfache billige kleine Fettpresse, die ausgezeichnet funktioniert, wo aber das Nachfüllen nicht ganz trivial ist...

Gruss
Karl

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