Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

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trendsetter
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Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von trendsetter » 14.06.2020, 10:24

Hallo zusammen,
Ich hab mir ein kleines Problem augehalst, dass es aktuell zu Lösen gibt.
Ich muss mit meiner Portalfräse, mit einer chinesischen 3KW ATC Spindel einen Stahlplatte planfräsen, die etwas über den Arbeitsbreich hinausgeht. Ich muss nicht viel abtragen, nur Plan gekommen.
Ich komme an alle Bereiche, wenn ich einen 63mm Planfräser nutze. Mein Plan wäre irgendwas zwischen 20µm und 50µm abtrage. Zeit spielt weniger eine Rolle.
Für den ersten Versuch musste ich auf 4000rpm gehen, damit die Spindel nicht stehen bleibt, dass dies zu viel ist, ist mir klar, geht aber aktuell nicht anders.
Habt ihr ne Gute Idee, wie man dies lösen könnte? Elegant Lösen könnte?
VG
Michael

Olli-CNC
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von Olli-CNC » 14.06.2020, 20:09

Wenn du die Drehzahl beihalten musst, dann nur mit Keramikplatten, bzw. eine einzige reicht. Den Rest nicht bestücken, du fräst nur mit einer Schneide.


Gruß
Olli

fliegerkind
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von fliegerkind » 15.06.2020, 18:50

... und wenn Du das machst, solltest Du beide Seiten planfräsen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Platte dann durch Eigenspannung krumm biegt, ist sehr hoch.

Grüße Heini

trendsetter
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von trendsetter » 16.06.2020, 17:08

Hallo zusammen,

erst mal Danke für eure Vorschläge. Ich hab noch die Option ne Vektorgeregelten Frequenzumrichter einzubauen, aber das wird auch keine absoluten Wunder bewirken.
Ich denke ich werd erst mal das gröbste mit einem 12mm Fräser abzeilen so weit es geht und dann schließlich auf die Keramikplatten setzen.
Wisst ihr wo ich die Herbekomme? Bisher habe ich nur für Gewerbetreibende und Ebay was gefunden. Die bei Ebay sind meistens ohne Bohrung, sondern nur klemmbare.

Ich hätte die beiden Halterungen:
http://www.imc-companies.com/Tungaloy/t ... 7&GFSTYP=M

https://de.banggood.com/400R-63-22-4F-4 ... rehouse=CN

Könnt ihr mir da noch helfen?

Hallo Heini,
ja der Stahl ist auf 30mm Siebdruck geschraubt. Da gibts eher nen Thermischen Verzug, wenn sich die Temperatur ändert.
Die Dicke vom Stahl sind 20mm, ich möchte Maximal nen halben Millimeter wegnehmen.
VG
Michael

sswjs
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von sswjs » 16.06.2020, 19:38

Moin,
trendsetter hat geschrieben:
16.06.2020, 17:08
... ja der Stahl ist auf 30mm Siebdruck geschraubt.
Das ist egal. Hat die Platte innere Spannungen werden die beim Planen frei. Da verzieht's die Siebdruckplatte locker mit.

sswjs, aka Jens
Maschinen: High-Z 1000 mit Kress FME-1050/1, Stepcraft 1/600 umgebaut mit Kress FME-1050

trendsetter
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von trendsetter » 17.06.2020, 10:31

Kann jemand mit den Keramik Platten helfen?

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Wuiz
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von Wuiz » 17.06.2020, 21:52

Möchtest du die Platte als Grundplatte für deine eigene Fräse nutzen?
Denkbar wäre, mit einem kleineren Fräser (12mm oder so) den maximalen Verfahrweg zu planen, und den umlaufend stehenbleibenden Rand nochmal separat in mehreren Aufspannungen entfernen, aber dabei mehr wegnehmen als bei der eigentlichen Fläche (durchs Umspannen wirst du vermutlich nicht 100% auf dem gleichen Level wieder rauskommen).
Dann hättest du zumindest auf dem Verfahrweg +12mm eine plane Fläche und außenrum keinen erhöhten Rand > Werkstücke dürfen dann auch mal größer sein...

Geht natürlich an deiner eigentlichen Frage vorbei, wenn du wirklich alles plan haben möchtest.

Grüße,
Stephan

trendsetter
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Re: Lösungsoptionen für ein Grenzwertiges Zerspannungsproblem

Beitrag von trendsetter » 18.06.2020, 21:12

Hallo Stephan,

du liegst absolut richtig. Die Stahplatte ist jedoch schon aufgespannt und es macht auch keinen Sinn die mehr runterzunehmen für mehrere Aufspannungen, da sonst das Ziel einer finalen Endhöhe nicht erreicht wird.
Ich brauch leider das Gewicht von Stahl, damit die Fräse in Summe"gewichtiger" wird. Ich hab nen 400W Servo an Y und 180W auf X, kann Beschleunigungen bis 2500mm/s bzw. 4000mm/s fahren und da hüpft mir die Fäse halb vom Tisch. DIe 3KW Spindel hat auch noch Potential.

Aber ja, ich hab die selbe Idee wie du. Es ist ein 12mm Fräser für Stahl bestellt, damit fräse ich so gut und weit wie möglich, das sollten schon 90% der Fläche sein. Den Rest mache ich dann mit dem 63mm Fräser bzw. ich hab noch ne Zwischenstufe mit 50mm. Wenn alles klappt sollte es schon eben sein.
Parallel baue ich noch einen VFD mit Vektorsteuerung ein, damit nach unten mehr kraft hab und mit der Drehzal runter gehen kann.
VG
Michael

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